Stationen der Entwicklung
Im Landkreis Bayreuth wurde der erste Maschinenring 1963 in der Gemeinde Gesees gegründet. In den folgenden Jahren kamen die Ringe Cottenbach, Weidenberg und Kirchenpingarten dazu.
Im Landkreis Pegnitz wurde der erste Ring in Allersdorf bei Gößweinstein gegründet. Anschließend folgten die Ringe Hohenmirsberg, Kirchenbirkig, Gottsfeld, Schnabelwaid, Neudorf, Weidensees, Prebitz, Plech, Betzenstein, Kirchahorn und Reizendorf.
Die damaligen Kleinringe brachten nicht den erwarteten Erfolg. Nach der anfänglichen Begeisterung stagnierte die Entwicklung und drohte wieder einzuschlafen.
Immer mehr setzte sich die Erkenntnis durch, daß nur der hauptberuflich geführte Ring den gewünschten Erfolg bringen kann. So wurde 1969 das Kuratorium Bayerischer Maschinenringe in München gegründet, um als Dachorganisation die Maschinenringarbeit auf Landesebene zu koordinieren, um Großringe mit hauptberuflichen Geschäftsführern aufzubauen und die Anstellung und Aus- und Fortbildung der Geschäftsführer durchzuführen.
Am 12. Mai 1971 wurde dann im Sportheim Pegnitz der Maschinen- und Betriebshilfsring Pegnitz e.V. gegründet. Der Ring begann seine Tätigkeit mit Heinrich Weidinger als Geschäftsführer am 01. Juli 1971.
Der Maschinenring Bayreuth wurde am 01. Februar 1972 gegründet. Inzwischen trat die Gebietsreform in Kraft und der Landkreis Bayreuth und der größte Teil des Landkreises Pegnitz wurden zum neuen Großlandkreis Bayreuth vereinigt. So reifte der Gedanke auch die beiden Maschinenringe zu vereinigen, zumal der Bayreuther Ring noch keinen Geschäftsführer angestellt hatte. Durch Beschluß der Mitgliederversammlung des MR-Pegnitz am 16.02.1972 und des MR-Bayreuth am 19.02.1972 wurde die Fusion rechtskräftig vollzogen. Der neu entstandene Großring hatte damals 505 Mitglieder.
1973
Die erste Silopresse wird in Betrieb genommen.
1974
Die ersten Versuche mit der "losen Düngerkette" werden gestartet.
Die zweite Silopresse kommt zum Einsatz.
1975
Am 1.Januar beginnt unser erster hauptberuflicher Betriebshelfer Konrad Gröschel seinen Dienst. Am 1. Oktober können wir den zweiten hauptberuflichen Betriebshelfer Karl Barthelmann anstellen.
Die Rekordmaisernte dieses Jahres war eine Herausforderung für den MR. Auf 107 Betrieben wurden 6024 m³ Mais mit der Silopresse gepreßt. 1372 Tonnen lose Düngemittel wurden ausgebracht.
1977
Die Auswertung der MR Arbeit wird erstmals mit EDV durchgeführt. Die Zahl der Mitglieder stieg auf 760.
1978
Einführung des transportablen Silosystems als Neuheit in ganz Bayern.
Der Verrechnungswert liegt bei 872.000 DM.
1/2 Million Hochdruckballen wurden gepreßt.
1979
Fritz Ziegler beginnt am 01.04. seinen Dienst und am 01.05. Harald Lindner als dritter und vierter hauptberuflicher Betriebshelfer.
Das erste Traunsteiner Silo wird bei Hans Preißinger in Seybothenreuth gebaut, bis heute wurden rund 750 Anlagen nach dem "TS-System"errichtet. Einführung des Klauenpflegedienstes mit hydraulischem Kippstand.
1980
Der Verrechnungswert übersteigt erstmals den Wert von 1 Million DM.
CCM wird als neues Arbeitsverfahren eingeführt.
Die erste Rundballenpresse kommt zum Einsatz.
1981
Am 1. Juli beginnt Hermann Bauer aus Neudorf seinen Dienst als fünfter hauptberuflicher Betriebshelfer.
Einführung des LKW - Großflächenstreuer
1982
Am 20. Januar wird das 1000. Mitglied in den Maschinenring aufgenommen.
Am 1. August wird die Maschinenring-Geschäftsstelle von Bronn nach Bayreuth verlegt
Das 50. Traunsteiner Silo wird errichtet.
1984
Das 1200. Mitglied wird aufgenommen.
1985
Die ersten Arbeiten in der Landschaftspflege wurden gestartet.
1987
Anschaffung einer EDV Anlage
Einführung des ersten selbstfahrenden Feldhäckslers. Im Ring stehen derzeit 13 Häcksler im Bereich von 200 bis über 400 PS zur Verfügung
1988:
Verrechnungswert übersteigt die 2 Millionen-Grenze
Einführung der ersten Großpackenpresse Oberfrankens in unserem Ring.
1991:
Einführung des Soloschlepper-Verleihs.
1992:
Der siebte hauptberufliche Betriebshelfer Manfred Zapf beginnt seine Dienst am 1. Juli.
Probleme bei der Maisernte wegen Lagerfrucht, überbetrieblich geerntete Fläche nimmt deutlich zu
1993:
Einführung der Rundballenwickel-silage. Findet vor allem in kleineren Betrieben und bei Restflächen guten Anklang wegen der guten Silagequalität. Steigerung der gewickelten Ballen bis auf fast 14.000 Stück im Jahr 2000.
Die Anzahl der abgerechneten gepreßten Großpacken übersteigt erstmals die Zahl der gepreßten Rundballen.
1995:
Wechsel in der Geschäftsführung. Nach fast 25 Jahren erfolgreicher Tätigkeit scheidet Heinrich Weidinger aus dem Dienst, Nachfolger wird Johannes Scherm. Als neuer Assistent beginnt Martin Gebhardt seine Arbeit.
Unterzeichnung des Vertrages zur Kompostvermarktung mit dem Landkreis Bayreuth.
Gründung der Maschinenring-Agrarservice GmbH.
1996:
Durchführung einer Silofolien-sammlung mit finanzieller Unterstützung durch den Landkreis Bayreuth.
Bis zum heutigen Zeitpunkt werden die Sammlungen mit gutem Erfolg durchgeführt.
Erstmals Durchführung einer Altreifensammlung; aufgrund der großen Nachfrage Aufrechterhaltung bis heute.
Wechsel in der hauptberuflichen Betriebshilfe: Reinhold Höreth wird Nachfolger von Hermann Bauer.
Erster Zivildienstleistender: Stefan Möckl aus Oberölschnitz leistet seinen Ersatzdienst als Betriebshelfer ab.
1997:
Einstieg in den Leasingschlepper-verleih. Anmietung von drei Schleppern mit Anbaugeräten und Vermittlung durch die Geschäfts-stelle.
Einstieg in die bodennahe Gülleaus-bringung mit selbstfahrendem Trägerfahrzeug.
Programmhilfe zur Arbeit des Landkreises Bayreuth: Auf Mit-gliedsbetrieben werden Spätaus-siedler eingesetzt.
Einführung der Abrechnungsprovis-ion in Höhe von 0,5% vom Auftrag-nehmer. Die geleisteten Arbeiten werden jedoch weiter über den Ring abgerechnet.
Übernahme der Einsatzleitung Dorfhelferinstation Pegnitz.
1998:
Inbetriebnahme der Biomasse-heizanlage in Obernsees zur Versorgung des Warmbades.
Aufgrund des staatlichen Pro-grammes „Stickstoff 2000“ Grün-dung von vier Güllegemeinschaften mit angehängten Fässern zur bodennahen Gülleausbringung.
Einstieg in die überbetriebliche Rin-derfütterung: Gründung der Misch-wagengemeinschaft Funkendorf mit zunächst vier Mitgliedern.
1999:
Inbetriebnahme des Biomasse-heizwerkes Pegnitz (Versorgung der Autobahnraststätte).
Nach Vorführung Ersteinsatz eines Harvestors im Privatwald innerhalb des Ringgebietes. Holzvermarktung wird von der FBG übernommen.
Gründung der Mischwagenge-meinschaft Rimlas (5 Mitglieder, dann Ausweitung auf 6. Mitglied im Jahr 2001!).
Einführung des globalen Posit-ionierungssystems (GPS) zur Flä-chenmessung. Hauptziel: Unter-stützung der Mitglieder bei der Beantragung von Ausgleichs-zahlungen.
Markus Pirkelmann scheidet aus der Agrarservice GmbH aus, Marco Riedelbauch als Nachfolger in Halbtagsanstellung.
2000:
Die Außenstelle des Bundes-verbandes stellt Frau Engelbrecht halbtags an.
BBV entschließt sich für Neubau in der Adolf-Wächter-Str. in Bayreuth. Die Vorstandschaft des Ringes stimmt für Umzug. Gleichzeitig wird der Bau einer Hackschnitzelheizung in den Lehranstalten in Bayreuth diskutiert.
Wechsel in der hauptberuflichen Betriebshilfe: Andre´ Krause wird Nachfolger von Hans-Georg Reichel.
Erstauftrag Leitung freischneiden für den überregionalen Energiever-sorger e-on.
2001:
Konrad Gröschel, unser erster hauptberuflicher Betriebshelfer, geht in den Ruhestand.
Ersteinsatz von Mähkombinationen mit Aufbereiter (Arbeitsbreiten über 7 Meter) als Schlepperkombination oder Selbstfahrer.
Gründung der Betreibergesellschaft für die Hackschnitzelheizung in Bayreuth.
Umzug der Geschäftsstelle von der Oswald-Merz-Str. in die Adolf-Wächter-Str.